
der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Datum: 27. November 2011
Zur Debatte um eine Einführung einer Abgabe auf Plastiktüten erklärt Dorothea Steiner, Sprecherin für Umweltpolitik:
Die Einführung einer Umweltabgabe in Höhe von 22 Cent auf Plastiktüten aus Erdöl und andere fossile Rohstoffe würde dazu führen, dass der Einzelhandel auf die bereits vorhandenen Alternativen zurückgreift. Viele Konzernehaben gezeigt, dass es auch anders geht. Neben der Vielzahl von umweltfreundlichen Alternativen zur klassischen Plastiktüten werden seit einiger Zeit dort wo tüten nur schwer vermeidbar sind biologisch abbaubare Plastiktüten angeboten.
Dadurch würde sich eine Abgabe vermeiden lassen. Die Abgabe ist daher ein Instrument zur Abfallvermeidung und zur Förderung umweltfreundlicher Alternativen. Plastiktüten sind ein Symbol der Wegwerfgesellschaft und verschwenden wertvolle und begrenzte Ressourcen.
Sie werden im Durchschnitt nur 25 Minuten lang genutzt. Dafür verschwenden wir Erdöl und belasten die Umwelt unnötig. Immer noch landen Millionen von Plastiktüten im Meer beziehungsweise in der Landschaft und bleiben dort für 100 bis 500 Jahre erhalten. Dabei gibt es mit Plastiktüten, die auf nachwachsenden Rohstoffen basieren und sich in der Natur zersetzen längst eine Alternative. Einige Unternehmen haben bereits auf alternative Tüten umgestellt.