Absage an den Ausbau der mittleren Elbe
Zu den Vorschlägen des Staatssekretärs im Verkehrsministerium Enak Ferlemann die mittlere Elbe auszubaggern erklären Dorothea Steiner, Sprecherin für Umweltpolitik und Stephan Kühn, Sprecher für Baupolitik:
Die Ankündigung Ferlemanns, die Elbe auf 1,60 Meter auszubaggern, um sie ganzjährig für schwere Schiffe befahrbar zu machen, ist ein weiterer Schritt zur Zerstörung eines der letzten frei fließenden Flüsse in Europa.
Wer ernsthaft behauptet, eine ganzjährige Fahrrinnentiefe von 1,60 Meter sei ohne den Ausbau der Elbe und eine Gefährdung der Naturräume möglich, ist hoffnungslos illusionär oder ein Lobbyist für die Interessen der Güterschifffahrt.
Im vergangenen Sommer betrug die Fahrrinnentiefe der Elbe häufig nur 60 cm. Der Hauptgrund: der Elbe fehlt das Wasser. Angesichts Klimawandels wird sich die Problematik noch verschärfen. Das Ausbaggern der Elbe kann weder mehr Wasser in die Elbe zaubern noch schweren Gütertransport ermöglichen.
Statt der Elbe und den Naturräumen durch die Ausbaggerung weiteren erheblichen Schaden zu zufügen, muss endlich umgedacht werden. Die Schiffe müssen dem Fluss angepasst werden, nicht umgedreht. Der Einsatz von flachgehenden Schubverbänden auf einem Niedrigwasserfluss wie der Elbe ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern erfordert weit weniger Eingriffe in das sensible Flusssystem
Staatssekretär Ferlemann versucht, mit seinen pauschalen Forderungen allen recht zu machen, der Güterschifffahrt und den Bürger seines Wahlkreises Cuxhaven, die er via Homepage wissen lässt, dass ihm die Elbvertiefung große Sorgen bereite.
Wir fordern Enak Ferlemann auf, klar Stellung zu beziehen, ob er vorhat, die Bagger an der Elbe anrollen zu lassen und damit den verdeckten Ausbau der Elbe vorantreiben und zu der Zerstörung dieses einzigartigen Naturraums beitragen will.






